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18.10.08 20:27


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Das erste Siegel:
Holden Caulfield, Der Fänger im Roggen, J.D. Salinger hat Menschen gemeint, also auch mich, irgendwie mich, er hat überhaupt nichts und niemanden gemeint, er hat einfach geschrieben und irgendwie mich getroffen, eine Flasche Whiskey und  der letzte Satz im vorletzten Kapitel „Großer Gott, so was muss man gesehen haben.“

Das zweite Siegel:
Dean Moriarty, Unterwegs, Jack Kerouac hat so einen menschenzerzehrenden Menschen gekannt, einen der sie zersetzt und ihre Kräfte freisetzt und sie merken lässt wie kurz diese Kräfte reichen können. Und mich hat er gefunden und Ray Charles weiß schon weshalb er „Hit the road Jack an don‘t you come back / no more, no more, no more, no more“ singt und ich weiß weshalb Dean so ist, weil er ein Mensch ist ein verstümmelter völlig ausgebreiteter Mensch, einer mit allen Gliedern und allen Gedanken und so voll mit allem.

Das dritte Siegel:
The show must go on.

Das vierte Siegel:
Wie José mich ins wundsein schrieb „ich bin ein regenwurm / ich bin ein regenwurm / ich bin ein regenwurm“,
und wieder hinaus: „Ich // kehre wort um wort zurück / und vertraue dem ende.“

Das fünfte Siegel:
Weil Domin schrieb: „Du darfst einen Löffel haben, / eine Rose, / vielleicht ein Herz / und vielleicht, / ein Grab.“ fing sich ein Tropfen Salzwasser auf einer Seite und ich schlug wieder Lindgren auf, auch Heilerin und tröstende mit „Die Brüder Löwenherz“ damals an einem Weihnachten die Angst nehmend vor einem Sterben im nochdasein.

Das sechste Siegel:
Weil Oskar Matzerath die Trommel schlug, schlug und schlug und die Menschen nicht glauben wollten.

Das siebte Siegel:
Ich, ich, inmich. Und Du.
18.10.08 19:49


herztransplantationen, embrasse-toi, also

dieser plötzliche drang auf marmor zu beißen, auf
türklinken, dieses muskulöse hohlorgan in der brust

wirft licht vom balkon wie ein chirurgischer schnitt
in dunkelndem. fluoreszierende
sommersprossen, rausnehmen
einsetzen
/ du liegst mir in den ohren setz
deine worte dort ab / brust zunähen.

diese ist luftverkrustet, folglich gerinnt da das
ich, du sickerst und tobst wie
reifen auf schotter.

komm her, ich trag dich nach Wien.

 

 

für N.

16.10.08 20:22


fast oktober. reiz den regen aus, unter
unseren kniekehlen die vorderkante des garagendachs:
schamlippen und vor feuchtigkeit aufgequollene filter & noch ein glas
erhöhen die drehzahl im kopf.

spreiz die hände, da fällt mit sicherheit
kein regen drauf, nur die ersten umrisse von tau und
heuballen auf den äckern. 
4.10.08 19:16


Dean Moriarty, wie er bin ich, stimmt, sagt sie. Eine andere hat mal gesagt du saugst mich aus, wirklich, du saugst die Menschen aus, bis du alles weißt und alles wissen wirst, so bist du, das hat einmal ein Mädchen geschrieben, sie hat auch geschrieben du bist so wahnsinnig faszinierend, du zersetzt die Menschen, irgendwie zersetzt du sie, du bist wie Dean.
Ja, ist so, vielleicht, nein, es ist so, vielleicht will ich auch so sein, vielleicht auch nicht, keine Ahnung, jedenfalls wird ich wahnsinnig ich wird wahnsinnig, einfach so, man, einfach so. Jedenfalls weiß ich gar nicht was ich sonst tun soll, weil ich bin ein Mensch und da bleibt einem ja nichts übrig als wahnsinnig zu werden, irgendwann sollte man damit anfangen, je eher desto besser.
Und vielleicht treffe ich hin und wieder einen Menschen oder eine Menschin wenn ich wahnsinnig werde und dann werden wir beide wahnsinnig oder ich werde brüllen Werd wahnsinnig, werd verdammt nochmal wahnsinnig, sonst überlebst du das hier nicht, ja, das wird ich brüllen.
Ich zittere, C‘est la vie, ein kurzer Krampf in den Händen, ein wahnsinniger Blick umher, nur damit ich das hier schreiben kann, das ist die erste Stufe, Dinge tun nur damit ich sie schreiben kann, Dinge tun damit ich davon erzählen kann, wahnsinnig werden damit ich das brüllen kann und behaupten kann Menschen müssten wahnsinnig werden. Müssen sie auch, sonst hält man nicht durch.
Und ich bin wie Dean und denke ich könnte irgendetwas sagen was er sagt, zum Beispiel O Mann, die Luft hier macht mich völlig besoffen, das könnte ich sagen und dann rausrennen, brüllen und brüllen und irgendsowas machen, soll ja nicht so schwer sein wahnsinnig zu werden.

2.10.08 19:55


fast oktober. reiz den regen aus, unter den kniekehlen
die vorderkante, du hängst die beine vom garagendach:
schamlippen und vor feuchtigkeit aufgequollene filter,
ganz leergesogen. spreiz die hände, da fällt mit sicherheit
kein regen drauf, nur die ersten umrisse von tau und
heuballen durch die straßen gekarrt.

29.9.08 23:26


Ich bin ein Mensch. Ich bin ein Mensch! ich bin ein mensch. ICH BIN EIN MENSCH. ichbineinmensch. ICHBINEINMENSCH. Ist ja auch völlig egal. istjaauchvölligegal.
Also: Da sind Menschen und die sind alle verrückt und ich will es auch werden, aber eben anders verrückt will ich werden, ich meine die sind alle krank und stumpf und ekelhaft, aber ich will wahnsinnig werden, also richtig wahnsinnig werden, so einer der nackt durch die Stadt rennt und Weihnachtslieder singt und eine Fahne schwenkt die voller Blut oder so ist, ich meine so richtig wahnsinnig, so dauernd denken dass jetztundjetztundjetztundjetzt ein Kind stirbt und dass ich dann in dem Moment für mehr Geld als die in der Woche bräuchten um zu überleben Whiskycola trinke. Das ist wahnsinnig, ehrlich, das ist verdammt echt und deswegen so wahnsinnig. Und dann denke ich dass ich irgendwie bin wie Dean Moriarty, dass ich auch so durchs Leben hetze und ich habe wahnsinnige Lust Unterwegs, also On the road von Jack Kerouac zu lesen, eben das mit Dean Moriarty, das ist so ein verdammtes Buch wo man immer nur denkt: Wahnsinn.  
Das ist ziemlich wirr was ich schreibe, aber irgendwie denke ich halt dauernd ichbineinmensch und das macht mich eben verdammt verrückt. Im Leben da denkt man das auch immer wieder: Wahnsinn.
Und wenn ich an manche Menschen denke, manchmal sage ich das laut, wenn ich alleine bin: Wahnsinn.
18.9.08 23:31


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