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Übrigens: Mein Leben hat keinen Plan B.
9.11.08 22:41


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Un abrazo, N., un abrazo.
3.11.08 01:11


Also Dean, und doch nicht ganz Dean, und irgendwie vollkommen Dean. Es ist vorbei, aus dem Leben gestrichen, aber Dean macht immer weiter. Dean Moriarty. Fortan noch viel mehr ins Leben stürzen und noch viel mehr zugreifen und alles packen und schneller und noch viel mehr im Rausch und verlieren kann ich nichts weil ich es alles mit mir trage was ich habe. Also ausrasten, fortzehren, ausatmen einatmen ausatmeneinatmenausatmeneinatmenausatmen der Rest geschieht von ganz alleine. Das Leben ist schön. Immer die letzte Konsequenz, die letzte Feststellung, muss es sein und wird es bleiben, und wieder Josés Worte die tief in der Sicherheit verankern: „Ich // kehre wort um wort zurück / und vertraue dem ende“
Kein Weinen und kein Schlucken, kein verharren, nur weiteratmen, weiterhetzen, weiterstolpern und aufrappeln bevor der Boden greifbar wird, nur kein Stillstand, auf keinen Fall Stillstand, Herztransplantation ohne Betäubung, rennend, es muss nebenbei geschehen, ich kann nicht stillstehen.
Sal Paradise abholen und mit ihm unterwegs sein, immer Whiskey und Gegenwind, Fahrtwind, mich kriegt man nicht, mich kriegt man nicht, mich kriegt man nicht. Mich kriegt ihr nicht. Dafür bin ich nicht gemacht, nicht für Stillstand. Ich vertraue dem Anfang.
3.11.08 01:09


Der Heimweg, fünfbiszehn Minuten, im dunkeln, also Straßenlaternen, reicht aber nicht. Nicht, wenn man so wahnsinnig panisch ist im Dunkeln. Aber die Mundharmonika, die hatte ich dabei und habe gespielt, immer wieder, eine lustige kleine Melodie und da wurde die Welt ganz anders. Wer soll mir denn was anhaben können, solange ich die Mundharmonika habe.

2.11.08 00:50


he, also, he, einfach nur he und ein aufatmen, ein aufatmen ins Wort, ein herstürzen ins wieder sein. Wieder sein, wieder sein, jetzt fällt mir ein, dass ich vergaß zu fragen ob du Oliver Twist getroffen hast. Zartbitterschokolade, die viel eher bitter als zart war. Heute eine Mundharmonika im Haus gefunden, ich kann kein bisschen spielen, früher als wir klein waren, da haben wir viel darauf gespielt, ich stelle mir vor: wir, durchs Haus laufend, einundausatmend durch die Mundharmonika, sie hinundherschiebend, völlig gebannt davon wie leicht man Töne machen kann, und jetzt denke ich wieder an dich, dass ich dir noch längst nicht alles erzählt habe, noch nicht, dass ich und mein großer Bruder und später auch mein kleiner Bruder ständig gesungen haben, ständig auf dem Klavier gespielt, an echten und Scheininstrumenten und Dirigent gespielt und alles davon beherrschten wir gut genug um Großmütter und Großväter zu entzücken, die wir stets nur Oma, Omi und Opa nannten und nennen. Und einmal, bei Oma im Garten, ernteten wir Kartoffeln, dort wo wir später auch in alten Waschbottichen gebadet haben, und Wurzelsuppe anrührten und all das und wo wir später im Haus saßen und immer wieder die selbe Dokumentation ansahen, über Krokodile und Alligatoren und wie wir Heidi ansahen, auf Videokassetten, jede Folge aufgenommen und all das und wie ich nie vergessen werde wie das Krokodil plötzlich aus dem fast weißen Wasser schnellt und das Fleischstück an sich reißt und wie sich die Kehle kurz ausdehnt und es dann schluckt und wie Oma uns abends die Geschichte erzählte, aus dem Krieg, wo sie einen Apfel hatten und sie abbiss und der kleinste den Apfel wollte und sie die Stelle wo sie abgebissen hatte wegbeißen musste und er erst dann den Apfel essen konnte. Und mir fällt soviel ein und es ist genug, nein, es ist nie genug, ich bekomme nie genug, ich bin so unglaublich hungrig und gierig und ich will alles haben und ich werde alles bekommen.
He. He du, wir sind jung. Die Welt gehört uns. Wir werden alles bekommen. Wir werden.
1.11.08 01:26


Ultrabrutale. Horrorshow im Gulliver, drum schlafen, bald schlafen und viel Wirbel im Gulliver haben, wird sich alles drehen, dreht sich alles, oh meine Brüder, da tollschocken Träume die armen Seelen, und Beethoven, wenn er damals nur gewusst hätte, was er da macht, dass der Gulliver das noch im Traum kennt. Rigthy-right Droogs, wir sehen uns.

23.10.08 22:37


Ständig lesen, ständig diesen letzten Satz lesen, aus Unterwegs: „Und wenn in Amerika die Sonne untergeht und ich auf dem alten verrotteten Pier am Fluss sitze und den weiten, weiten Himmel über New Jersey betrachte und all das raue Land vor mir sehe, das sich in einem unglaublichen riesigen Buckel bis zur Westküste hinüberzieht, und all die Straßen, die hin und her führen, all die Menschen, die in seiner unermesslichen Weite träumen, und mir sage, dass jetzt in Iowa vermutlich die Kinder weinen, in diesem Land, wo man die Kinder weinen lässt, und dass heute Nacht die Sterne am Himmel stehen werden - wusstest du nicht, dass Gott Pu der Bär ist? -, und dass der Abendstern herabsinken und sein matter werdendes Funkeln auf die Prärie gießen muss, bevor endlich die vollkommene Nacht sich ausbreitet und die Erde segnen und die Flüsse in Dunkelheit tauchen und die Gipfel der Berge verhüllen und das letzte Gestade umschließen wird, und niemand, niemand weiß, was einem jeden bevorsteht, außer den elenden Lumpen des Alterns, dann denke ich an Dean Moriarty, dann denke ich auch an Old Dean Moriarty, den Vater, den wir nie gefunden haben, dann denke ich an Dean Moriarty.“ Jack Kerouac, also, Unterwegs, bisweilen mag ich nicht mehr aus dem Haus gehen, ohne dieses Buch.
23.10.08 22:19


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